Staunen 11 – Lichtwunder und eisige Schönheiten

Wir haben Lust daran

geschrieben am 09.02.2015 von Hendrik Heidler, Scheibenberg

Hoch oben in den Wolken, im Winter, feiert das Wasser einen großen Maskenball. Die schönsten Kostüme sind gefragt. Aufgeregt bringt jeder Tropfen kalten Wassers die unglaublichsten Formen hervor. Als Schneesterne springen sie dann jauchzend auf die Erde hernieder, jeder in anderem Kostüm. Wir haben uns an dieses Wunder gewöhnt. Schnell "zaubern" wir eine wissenschaftliche Erklärung aus dem Hut, die doch überhaupt keine ist. Nichts erklärt sie, woher das Wasser seine Ideen nimmt, immer wieder aufs Neue in einmaliger Einzigartigkeit diese unendlich schöne Vielfalt kristalliner Sterne hervorzubringen, allein, weil das Wasser gefriert.

Sie tanzen auf die Erde nieder und bedecken die Welt in funkelten Samt. Fährst Du bei hellem Sonnenschein in ruhiger Fahrt der Sonne entgegen, funkelt sie wie Sterne, zum Greifen nah in Dein Herz hinein. Und dann fällt Dir womöglich auf, wie sich im Kreise um Dich herum, unter das weiße Blinkern im Schnee die Farben des Regenbogens mischen. Alles ist hell und weiß und doch jubeln sich aus dieser weißen Welt dien herrlichsten Farben heraus. Wieder zaubern wir wissenschaftliche Erklärungen von Wellenlängen und Spektren aus dem Hut und wieder erklären sie doch gar nichts, außer das, wie es ist. Woher die Farben kommen? Kein Wort weshalb der Kristalle Schönheit sich stolz in gelb, in blau, in rot, grün und violett sich zeigt ... und Wissenschaft schwatzt gescheit vernebelnd.

Verschmitzt kichern die Sterne aus Eis und Schönheit, und wenn Du einfach dastehst, dieses Wunder Dir staunend mit allen Deinen Sinnen zu Herzen nimmst, dann wispern sie Dir zu: 

Wir haben Lust daran!

Kommentare