Heilsame Schöpferkraft
Kreativität ist die Daseinsform jeden Lebens. Wenn wir leben, können wir gar nicht anders als schöpferisch zu sein. Daraus ergibt sich die Macht eines jeden von uns, uns entweder heil oder krank zu erschaffen. Das läuft häufig unbewusst, da wir u. a. durch unsere Gewohnheiten, und Vorstellungen nicht bemerken, wie wir uns entscheiden.
Wir sind eingebunden in die Natur und Teil von ihr. Wie ein Organ erfüllen wir in ihr unsere Aufgabe. Im Rahmen dieser Aufgabe sind wir Schöpfer unseres eigenen Lebens. Unsere Freiheit besteht in der Annahme der Verantwortung, die aus unseren Begabungen und Eigenschaften folgt. Dazu gehört die Achtung vor allen Geschöpfen, die uns ohne Ausnahme gleichwertig sind. Und so treffen wir je nach unserer Sichtweise, jeden Augenblick Entscheidungen, die zu unserem Lebensfluss anschwellen. Damit erschaffen wir unseren Lebensweg heilsam oder leidend, indem wir mit oder gegen unsere bzw. die Kräfte der Natur entscheiden. Es gibt da keine Trennung, aber die Illusion des Getrenntseins. Diese kann für uns völlig real wirken. Glauben wir uns als Spielball äußerer Einflüsse von Menschen oder Strukturen, werden wir genau zu diesem, indem wir die Verantwortung an diese abgeben. Auch das ist Schöpfertum des eigenen Lebens. Es ist unsere Entscheidung, wofür wir die uns zur Verfügung stehenden Kräfte einsetzen.
Diese Kräfte sind wertungsfrei, werden jedoch durch uns heilsam oder zerstörerisch. Wird uns dies bewusst, können wir bisher krankmachende in heilende Kräfte und Kräfte des Mangels in Kräfte der Fülle wandeln. Ein Weg dahin ist Kreativität aber auch Achtsamkeit und Demut vor der Größe und der Weisheit der uns erschaffenden Natur. Diese ist grundsätzlich so beschaffen, dass sie uns in Fülle alles schenkt, was wir für ein reiches und erfülltes Leben benötigen. In diesem Sinne ist die Natur, der Mensch und alle Geschöpfe gut. Böse wird der Mensch, wenn er sich von seiner/der Natur, von seinen Wurzeln abzuspalten beginnt. Dann empfindet er Angst vor der so genannten Wildnis und empfindet diese ihm nun unbekannt gewordenen Kräfte als böse.
Also finden Sie wieder Ihre Natur, gehen sie barfuß, blicken Sie zu den Sternen und finden Sie dadurch wieder absichtlich kreativ zu sein. Malen Sie ein Bild, singen Sie eine selbsterschaffene Melodie, gehen Sie mit dem Rucksack auf Reisen oder machen Sie etwas anderes, was Ihnen auch immer Freude bereitet und aus Routine und Alltagstrott führt. Es kommt nur aufs Machen an, kein bisschen auf Perfektion, im Gegenteil! Spielen Sie mit Ihren Händen, mit Materialien. Es kommt aufs Sein ganz im Augenblick des Erschaffens und Erfahrens an ... und dann geben Sie das Kunstwerk wieder in die Natur zurück, aus der es kommt ;-)